Die Weihnachtsgeschichte

Wäre Weihnachten ein Verwaltungsprojekt von heute, würde sich die biblische Weihnachtsgeschichte (nach Lukas) wohl so lesen:

GOOD GOVERNANCE IN DER HIRTENFÜHRUNG
Zur kompetenzorientierten Aktivierung gesellschaftlicher Randgruppen mit Migrationshintergrund als Bündnispartner für die frühkindliche Entwicklung spirituell hochbegabter Führungspersönlichkeiten

Primäre Zieldimension des Projektes „Natale hilare – Ihr Kinderlein kommet“ war die Gründung eines kommunalen Netzwerks zur Beiwohnung und illustrativen Bereicherung eines der größten geschichtlichen Ereignisse. Zu den ersten Bündnispartnern des Vorhabens gehörte eine auf den kommunalen Agrarflächen der Gemeinde Bethlehem angesiedelte Abordnung der für diesen landwirtschaftlichen Betriebsbereich relevanten Akteure. Sie umfasste mehrere in Tierpflege geübte Nutztierhüter, die zur Versorgung und Bewachung einer nicht genau benannten Zahl des domestizierten Mufflonabkömmlings Ovis orientalis aries abgestellt waren.

Die unvorhergesehene Erscheinung eines gottgesandten Mandatsträgers zur Verkündigung einer Erklärung hinsichtlich der Niederkunft von Maria (nach nichtpartizipativer Empfängnis ihren ehelichen Partner Josef betreffend), führte zu einem Zustand substanzieller Verwirrung und Beängstigung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung, dem erst im interprofessionellen Dialog mit der geflügelten Jahresendzeitfigur entgegengewirkt werden konnte.

Nur durch Anwendung strategischer Kommunikationsmaßnahmen und unter Berücksichtigung kontextueller Rahmenbedingungen gelang dem Verkündigungsexperten eine Beschwichtigung der lokalen Interessengruppe der Nutztierhüter. Im einseitigen Diskurs und ohne weiterführende Strukturreformdebatte konnte er die – aufgrund ihrer berufsbedingt nomadentümlichen Lebensweise migrationsgeübten – landwirtschaftlichen Kräfte davon überzeugen, an einem durch intergenerationelle Weitergabe auf Nachhaltigkeit ausgerichteten, geschichtlichen Ereignis zu partizipieren.

In Kooperation mit den Akteuren der unteren Fachebenen – hier: Schäfinnen und Schafen – sowie später auch dem Intellektuellenbündnis „Die drei Weisen“ gingen die ungelernten Fachkräfte auf Wanderung in Richtung der provisorischen Behausung der Handwerkerfamilie Josef & Co. Nach Überprüfung und Evaluation der durch die angelogische Prophezeiung bereits angekündigten Betroffenensituation entschieden sie sich für eine im lokalen Bündnis „Frohe Botschaft“ verankerte, ehrenamtliche Weitergabe des Gesehenen und Erlebten.

Die Einbindung gesellschaftlicher Randgruppen in die nachhaltige Verbreitung strategischer Kommunikationsinhalte mit überlieferungsimmanenter historischer Bedeutung darf vor diesem Hintergrund als gelungen bezeichnet werden.